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Campact-Pressemitteilung
Dortmund, 5. März 2009
Öffentliche Großplakat-Enthüllung in Dortmund:
Umweltverbände enthüllen Großplakat gegen den Bau des bulgarischen Atomreaktors Belene / Dortmunds Bürgermeister Gerhard Langemeyer als RWE-Aufsichtsrat mit verantwortlich
Umweltverbände enthüllten heute in Dortmund eines von 25 Großplakaten, mit denen sie auf die Verantwortung von Dortmunds Oberbürgermeister Dr. Langemeyer als Mitglied des RWE-Aufsichtsrats für den atomfreundlichen Kurs des Energiekonzerns aufmerksam machen. Sie fordern Dr. Langemeyer auf, deutlich Position gegen die Pläne von RWE zu beziehen, das bulgarische Atomkraftwerk Belene mit 1,5 Milliarden Euro zu finanzieren. Die Anlage ist inmitten eines Erdbebengebiets geplant.
Das Motiv des enthüllten Großplakats zeigt die Ortstafeln der Städte Dortmund, Essen und Mühlheim mit den Namen der Oberbürgermeister vor der Kulisse eines Atomkraftwerks. Darüber die Frage "Atomkraftwerke im Erdbebengebiet: Wer macht's möglich?" Neben Herrn Dr. Langemeyer sind die Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger aus Essen und Dagmar Mühlenfeld aus Mülheim als Kommunalvertreter für die Entscheidung im Aufsichtsrat verantwortlich.
"Wenn Dr. Langemeyer im Aufsichtsrat nicht klare Kante gegen die Beteiligung von RWE am bulgarischen Atomkraftwerk Belene zeigt, riskiert er eine Verstrickung Dortmunds in das skandalöse Atomgeschäft", warnt Ferdinand Dürr vom Online-Netzwerk Campact. "Herr Langemeyer muss massive Stimmenverluste für seine Partei bei der Kommunalwahl fürchten, sollte er die Risiko-Reaktoren im Erdbebengebiet nicht stoppen."
"Im schwelenden Konflikt um die Finanzierung osteuropäischer Atomkraftwerke zwischen RWE-Vorstand und Aufsichtsrat muss sich Oberbürgermeister Langemeyer gegen Vorstandschef Jürgen Großmann behaupten", verlangt Heffa Schücking von Urgewald. "Wer Atomkraftwerke im Erdbebengebiet bauen will, riskiert das Ansehen des Unternehmens. Jetzt ist Dr. Langemeyer gefragt, als kommunaler Vertreter im Aufsichtsrat die Interessen der Bürger zu vertreten und das Risiko-Projekt zu stoppen."
Das Motiv der Großplakate finden Sie online unter: www.campact.de/img/presse/belene_grossplakat.jpg
Diese PM online: www.campact.de/img/presse/pm090305.pdf
Ihre Ansprechpartner/in:
Heffa Schücking, Urgewald: heffa@urgewald.de, m. 0160 - 967 61 436
Christoph Bautz, Campact e.V.:bautz@campact.de, m. 0163 - 595 75 93