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Donnerstag, 09. September 2010

Atom-Alarm in Esslingen

Am 9. September haben Anti-Atom-Aktive in Esslingen "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch am 26. Juli in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie dem CDU-Abgeordneten Markus Grübel deutlich, dass die Menschen in seinem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!

Aktionsbericht und Bilder von den Organisator/innen

Atom-Alarm in Esslingen

Am letzten Donnerstag fand in der Bahnhofsstraße 27 ein Atomalarm statt, ein von Campact organisierter Protest gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke durch die schwarz-gelbe Regierung. Vor dem Wahlkreisbüro von MdB Markus Grübel (CDU) wollten ca. 100 Gegner/innen von Atomkraft, ihn überzeugen, im Bundestag gegen die Laufzeitverlängerung zu stimmen. Diese würde allenfalls den vier großen Stromkonzernen E.ON, Vattenfall, EnBW und RWE zu immensen Einnahmen in Milliardenhöhe verhelfen. Mit Tröten, Trillerpfeifen, einem Atommüllfass und allerlei anderen Gegenständen sorgten die Demonstrant/innen für einen ansehnlichen Alarm.

Atom-Alarm in Esslingen

Danach wurde Markus Grübel zur öffentlichen Diskussion begrüßt und ihm eine Ausgabe von „100 guten Gründen gegen Atomkraft“ überreicht. „Wenn Atomkraft eine so gefährliche Energiequelle wäre, gehöre sie gleich abgeschafft“, leitete Herr Grübel seine Argumentation ein, nannte sie „eine Investition für Öko-Strom“ und relativierte die Möglichkeiten von Windenergie in Baden- Württemberg. Auch Bürgerinitiativen gegen Windanlagen verhinderten eine schnellere Energiewende. Tobias Hardt, Mitinitiator der Aktion, hielt ihm entgegen, „dass Rheinland- Pfalz ca. neun Mal so viel Windenergie verwende, wie Baden- Württemberg und eine Laufzeitenverlängerung nach Ansicht des Verbandes kommunaler Unternehmen einen weiteren Investitionsschub für Ökostrom behindere. In den letzten Jahren sind 300.000 neue Arbeitsplätze in der Branche der Erneuerbaren Energien geschaffen worden, trotz Wirtschaftskrise.“

Atom-Alarm in Esslingen

Wenn sich beide Seiten mit ihren Ansichten auch nicht wesentlich näher kamen, musste Markus Grübel eingestehen, dass die Endlagerung seit 70 Jahren nicht gelöst sei und Tobias Hardt versprach, sich dafür einzusetzen, dass Windanlagen von der Bevölkerung akzeptiert würden. Diese Veranstaltung war ein gelungener Auftakt für die bundesweite Demonstration in Berlin am 18. September.

Atom-Alarm in Esslingen

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